Dienstag, 18. September 2018

Kompetenzprofil

Kompetenzprofil - Deutscher Qualifikationsrahmen - Ausbildungsziele


Kompetenzprofil

6Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin versteht sich im Rahmen eines lebenslangen Lernens als berufliche Weiterbildung. Sie berücksichtigt Grundsätze erwachsenenspezifischen Lernens. Sie bezieht die auf dem bisherigen Bildungs- und Berufsweg erworbenen Kompetenzen ein und begleitet die Studierenden dabei, aktiv-eigenständig Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen.
„Staatlich anerkannte Heilpädagogen erlernen keine ‚spezielle Pädagogik‘. Sie erwerben vielmehr differenzierte Kenntnisse u. a. im Bereich der allgemeinen Pädagogik, der Pädagogik der Lebensalter (auch Pädagogik der frühen Kindheit), der inklusiven Pädagogik, der Psychologie, der Diagnostik, der Soziologie, des Rechts sowie der Medizin (Pädiatrie und Psychiatrie), um auf die immer komplexer werdenden Fragestellungen im Bereich der Erziehung und Bildung Antworten zu finden. Erst diese Grundlagen ermöglichen Fachkräften, Lösungen mit oder für Menschen in beeinträchtigenden oder behindernden Lebenssituationen zu entwickeln.
Heilpädagogische Qualifikationen beziehen sich einerseits auf die Entwicklung, Durchführung und Evaluation differenzierter situations- und personenorientierter Handlungskonzepte, andererseits auf die Beratung von Angehörigen oder Mitarbeitern mit dem Ziel, notwendige Veränderungsprozesse zu identifizieren, um behindernde Barrieren abzubauen und inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken zu entwickeln und zu etablieren.
Dabei versteht sich Heilpädagogik sowohl als Unterstützung bei der Bewältigung von erschwerten Lebenslagen, Risiken und Belastungen als auch als Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Lebensbewältigung in der heute oftmals schwierigen Normalität.
Staatlich anerkannte Heilpädagogen haben gelernt, eigenständig unterschiedlichste pädagogische Wege zu entdecken und diese ethisch und wissenschaftlich zu begründen. Dies erhöht ihre Kreativität, Autonomie, Verantwortungsbereitschaft und Authentizität im Umgang mit komplexen, sich häufig verändernden Aufgaben und pädagogischen Herausforderungen - ein Qualitätsmerkmal, welches unverzichtbar ist für pädagogische Arbeit, die dem heilpädagogischen Selbstverständnis gerecht werden will.“
(STK: Staatlich anerkannte Heilpädagogen, Ausbildungsinhalte und Qualitätsbeschreibungen im Überblick, Ravensburg 2013, S. 6)

nach oben


Deutscher Qualifikationsrahmen

Für das deutsche Berufsbildungssystem besteht die Herausforderung, die notwendige Transparenz und Durchlässigkeit gegenüber europäischen Bildungssystemen herzustellen. Das Kompetenzmodell der Kultusministerkonferenz (KMK) umfasst bereits die wesentlichen Elemente des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) bzw. des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR).
Hinsichtlich der Niveaustufe sind die Rahmenrichtlinien nach dem derzeitigen Stand der DQR-Matrix grundsätzlich an der Niveaustufe 6 ausgerichtet.“
(Nieders. Kultusministerium: Rahmenrichtlinien für die berufsbezogenen Lernbereiche in der Fachschule Heilpädagogik, 2017, S.1f.)

nach oben


Ausbildungsziele

Grafik1-klein 

Grafik2-klein

 

 

nach oben

Informationen zur Anmeldung

Hier geht es direkt zu den Anmelde-Informationen und Aufnahmeanträgen der verschiedenen Schulzweige.

Aktuell sind 22 Gäste und keine Mitglieder online