Dienstag, 17. Oktober 2017

Aktionswoche Inklusion 2016

Aktionswoche zum Thema „Inklusion“ an der BBS Marienhain Vechta – 26.-30. September 2016

„Vielfalt - Ein Leben lang“

Umgang mit Inklusion: Chancen und Herausforderung für die Ausbildung von pädagogischen Fachkräften


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Tag 5: BBS Marienhain lebt Inklusion: „Jeder darf sein, wie er ist!“
Aktionswoche zum Thema Inklusion endet mit einer Abschlussveranstaltung in der Universität Vechta

Nach einer Woche im Zeichen der Inklusion unter dem Motto „Vielfalt – ein Leben lang“ sind die Schüler und Schülerinnen der BBS Marienhain zu richtigen Experten geworden. Durch verschiedene Workshops sammelten sie neue Erfahrungen und Eindrücke, die sie in einer Podiumsdiskussion in der Universität Vechta vorstellten.

Statt der sonst so ruhigen Lernatmosphäre in der Sozialassistenten, Erzieher, Altenpfleger und Heilpädagogen ausgebildet werden, stand im und außerhalb des Schulgebäudes in der vergangenen Woche alles auf dem Kopf.

Zum Abschluss einer erfolgreichen Aktionswoche fand in der Universität Vechta eine Veranstaltung statt, in der die zentralen Thesen der Workshops vorgestellt wurden. Moderiert wurde das Ganze von Stephan Trillmich, der als Vertreter des Offizialats Vechta anwesend war. Als Experte zum Thema Inklusion nahm Paul Sandmann, der Leiter des Jugendtreffs in Lohne teil. Des Weiteren wurde auch das Kollegium der BBS Marienhain durch Tanja Bruns, Schwester Ethel-Maria und Wiebke Range vertreten. Auch die Schülerschaft kam durch ihre Sprecherinnen Natalie Walter und Cherrin Fusshöller zu Wort.

Bei der Abschlussveranstaltung an der Universität Vechta, präsentierten alle Workshops der Aktionswoche, mit Hilfe individuell gestalteter Würfel, ihre Erkenntnisse der vergangenen Woche.

Besonders der Würfel aus der Gruppe „Jeder Mensch ist ein Kronenträger“, kam während der Podiumsdiskussion immer wieder zur Sprache.

So spiegelte Schwester Ethel Maria am Ende der Diskussion wider, dass Gott Tiere geschaffen habe, die laufen und schwimmen, es aber auch Tiere gebe, die diese Fähigkeiten nicht besitzen, dafür aber fliegen können. Anhand dessen wird deutlich, dass jedem Lebewesen individuelle Stärken zugeschrieben werden und somit jeder seine eigene „Krone“ zu tragen habe. Durch die einzelnen, aber individuellen „Kronen“ werden dennoch Gemeinsamkeiten sichtbar.

Auch Herr Prof. Dr. F. Bölsker vom Offizialat Vechta griff das Bild der „Krone“ in seiner Abschlussrede nochmals auf und betonte, dass jeder Mensch nicht nur Akteur, sondern auch Adressat für „Inklusion“ sei, denn jeder Mensch sei inklusionsbedürftig.
„Inklusion sei keine vorgegebene Regelung, sondern fange bei jedem persönlich an“, äußerte Natalie Walter als Fazit zur vergangenen Aktionswoche. Demnach müsse zunächst die Haltung jedes einzelnen in Bezug auf „Inklusion“ verändert werden.
Abschließend lässt sich sagen, dass alle Schülerinnen und Schüler der BBS Marienhain mit dem „Virus der Inklusion“ infiziert sind, wodurch neue Wege und Türen geöffnet werden.

Bericht von Eva Feldhaus, Lisa Hannöver, Maike Vinke, Denise Niemann, Anna-Lena Köneke, Katharina Goda, Sarah Unland, Louisa Heese, Steffen Ossenbeck, Sarah Ortmann.


Tag 4: Die Arbeitsphase der Aktionswoche neigt sich dem Ende zu

Auch Tag 4 der Aktionswoche der BBS Marienhain stand wieder ganz im Zeichen der „Inklusion“. Alle Workshops sind ein letztes Mal in dieser Woche in die Arbeitsphase gestartet. Im Vordergrund stand dieses Mal die Vorbereitung der Abschlussveranstaltung, die am morgigen Freitag in der Aula der Universität Vechta stattfinden soll.
Besonders wichtig sind dafür die Präsentationswürfel der einzelnen Workshops und ihre dazugehörigen Kernaussagen.

Der Workshop „Sprache sehen, Stimme zeigen“, unter der Leitung von Frau Berendes, Frau Böckmann und Frau Grüß hat am heutigen Tag das Buch „Sprache sehen, Stimme zeigen“ – Eine Gebärdensammlung fertiggestellt. Zudem haben sie den Song „Applaus,Applaus“ in Gebärdensprache verfestigt und einen Praxisbericht zum Thema Gebärden kennengelernt.

Mit inklusiven Wohnformen und Wohnmodellen hat sich die Gruppe rund um Frau Veltmann, Frau Eilers, Herr Köpke und Frau Michalik beschäftigt. Diese hat am heutigen Tag die interne Präsentation zum Thema „Inklusives Wohnen“ fertiggestellt. Zudem hat die Gruppe zum Abschluss der Aktionswoche ein Fazit erstellt, indem es darum ging, inwiefern sich ihr Blick auf das Thema „Inklusion“ verändert hat.

Die Gruppe „Generationsübergreifendes Werken“ unter der Leitung von Herrn Reckemeyer und Herrn kleine Bornhorst, war heute im Kindergarten St. Elisabeth in Vechta und hat dort mit den Kindern gemeinsam Trompeten aus Trichtern und Schläuchen, Trommeln aus Pappringen und Stoff, sowie Panflöten aus Strohhalmen erstellt. Zudem waren sie im Hedwigstift, um mit den Bewohnern Schellen aus Stöcken und Kronkorken zu erstellen.

„Jeder Mensch ist ein Kronenträger“, so lautet das Motto des Workshops unter der Leitung von Frau Timphus und Frau Niehaus. Diese Gruppe hat heute eine Reflexionsrunde zum Aktionstag in Stapelfeld durchgeführt und sich durch unterschiedliche Methoden, wie zum Beispiel gegenseitiges Erzählen, mit Märchen auseinandergesetzt. Zum Abschluss haben sie eine Abschlussreflexion verbunden mit einer Fantasiereise durchgeführt.

Herr und Frau Schuhmacher haben sich gemeinsam mit ihrer Gruppe mit dem Thema „Kulturelle Ausdrucksformen“ auseinandergesetzt. Am Anfang des Tages fand hier eine Gruppenbesprechung statt, in der über die Schlagwörter für den Präsentationswürfel abgestimmt wurde. Zudem wurde das Buch fertiggestellt und ein Abschluss zur Aktionswoche durchgeführt.

„Dialog Christentum/Islam", das Thema der Gruppe von Frau Kuper und Schwester Ethel Maria. Auch in dieser Gruppe wurde der Präsentationswürfel für die Abschlussveranstaltung erstellt. Zudem wurde eine Moschee im Industriegebiet besucht. Dieser Besuch wurde am Ende des Tages in einer Abschluss-/Reflexionsrunde noch einmal besprochen.

Der Workshop „Frauen in der Kirche“ unter der Leitung von Frau Breitenstein und Frau Range hat heute eine Diskussionsrunde durchgeführt, indem es um das Thema ging, ob es sinnvoll ist Mädchen und Jungen in der Jugendarbeit zu trennen oder nicht. Zudem hat sich diese Gruppe am heutigen Tag mit Veränderungen in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt.

"Fremdsein- Anderssein – Mobbing" (Theater/Musik/Bewegung) unter der Leitung von Frau Stolle, Frau Lorentz und Frau Grüner haben das Theaterstück und das Lied weiter eingeübt und vertieft.

Sprache/ Kommunikation in einer vorerst unbekannten Sprache lautet das Thema der Gruppe rund um Frau Suelmann und Frau Hartogh, die heute in verschiedenen Bildungseinrichtungen waren und dort Interviews durchgeführt haben. Die Ergebnisse der Interviews wurden dann am Ende noch einmal gesichtet und bearbeitet.

„Interkulturelles Training“, so lautet das Thema der Gruppe rund um Herrn Kalkhoff, Herrn Runneboom und Frau Raabe. Dieser Workshop hatte heute eine Gastrednerin, namens Jamila Jusofi zu Besuch, die etwas über „Frauen in Afghanistan“ berichtet hat. Zudem hat sich die Gruppe mit unterschiedlichen Stereotypen auseinandergesetzt, die sich sowohl auf das Fremdbild, als auch auf das Selbstbild bezogen haben.

Wir als Orga-Team freuen uns auf die morgige Abschlussveranstaltung an der Universität Vechta und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit allen Schülern und Lehrern, insbesondere Frau de Carne, Frau Tumbrägel, Frau Grieshop und Frau Bruns im Laufe der Aktionswoche.
(Von Lisa Hannöver, Maike Vinke, Eva Feldhaus, Anna-Lena Köneke, Denise Niemann, Louisa Heese, Katharina Goda, Sarah Unland)

 


Tag 3 – 28. September 2016 

Resümee zur Halbzeit der Aktionswoche
Zum Start der fünftägigen Aktionswoche Inklusion hielt Frau Prof. Dr. Christine Meyer einen Vortrag zum Thema Inklusion. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität Vechta hatten die Schüler der BBS Marienhain die Möglichkeit „Uniluft“ zu schnuppern.
Inhaltlich erklärte Sie ihre persönliche Forderung, dass Vielfalt als Normalität angesehen werden sollte, anhand ihrer Erfahrungen. So sollte beispielsweise ein ehemaliger Student, der an den Rollstuhl gebunden war, nicht nur die Möglichkeit haben in der obersten Reihe an den Vorlesungen teilzunehmen, sondern sich auch seinen Platz im Vorlesungssaal frei wählen können. Wichtig für inklusives Arbeiten ist also die Barrierefreiheit und die Möglichkeit das jeder Mensch trotz seinen Beeinträchtigungen die gleichen Chancen wie alle anderen ermöglicht bekommt. Inklusion ist eine totale Herausforderung, für die wir Akzeptanz, Toleranz, Liebe, vorbehaltlose Anerkennung und viel Geduld.
Für eine Familie mit Kindern mit einer Behinderung muss eine inklusives Leben möglich sein. Benötigt werden dafür vor allem finanzielle Ressourcen, größere und barrierefreie Wohnungen und ausreichende Betreuungszeiten. Wir brauchen Orte, an denen sich jeder vorbehaltlos zeigen kann, in einer zunehmend offenen Gesellschaft, die vermehrt auch mit Fremdheit zu tun hat.
Betont hat Frau Prof.´in Dr. Meyer die Gefahr der Exklusion, denn Menschen die bewusst über gezielte Maßnahmen inkludiert werden, werden von der Gesellschaft auf Grund ihrer Besonderheiten herausgestellt. Auch älteren Menschen sollte ein Zugang zur Gesellschaft ermöglicht werden. Da sie durch die Ausschließung von der Arbeitswelt und durch die zunehmende Medialisierung vom Rest der Gesellschaft getrennt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vielfalt bewusster gemacht werden sollte. Gleichheit zu schaffen fängt in unseren Köpfen und Herzen an und dessen Akzeptanz sollte das Ziel unserer Gesellschaft sein.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Prof. Dr. Timm Albers, dessen Vortrag bereits an anderer Stelle erwähnt ist und bei Frau Prof.´in Dr. Christine Meyer für die vielfältigen Lebensläufe als Querschnitt zum Thema Inklusion als Anreiz für die Workshops in der Aktionswoche.
(von: Denise Niemann, Lisa Hannöver, Anna-Lena Köneke, Eva Feldhaus, Maike Vinke, Sarah Unland, Katharina Goda und Louisa Heese)

Es folgen nun die(Kurz-) Berichte aus den Workshops….

Zur Halbzeit unserer Projektewoche besuchten SchülerInnen des Workshops „Junge Frauen mit Flüchtlingserfahrungen“ (Fr. Kannen und Fr. Eswein) den Jugendtreff in Lohne, um jungen Frauen und Familien mit Fluchterfahrungen zu treffen. Die SchülerInnen haben eine große Kaffeetafel organisiert. Der Kontakt zu den jungen Flüchtlingsmüttern und –familien wurde über die Lohner Tafel hergestellt. Gemeinsam mit den Familien wurden Waffeln gebacken, Gesellschaftspiele gespielt und sich untereinander ausgetauscht. Es herrschte eine sehr offene und warmherzige Atmosphäre im Jugendtreff. Einige Schülerinnen hatten sich bereit erklärt, mit den jungen Müttern Deutschkenntnisse aufzubessern bzw. die deutsche Sprache kennenzulernen. Anhand von Bildkarten wurden die unterschiedlichsten Wörter thematisiert und angesprochen. Das Modell zeigte schnell seine Wirkung, denn die jungen Frauen waren sehr lernbereit. Die SchülerInnen kamen in einen sehr offenen Austausch mit den Familien. Eine Schülerin berichtete, dass eine junge, fünfköpfige Familie unter unmenschlichen Bedingungen nach Deutschland gekommen ist. Der Vater, kam vor 1,5 Jahren mit einem LKW nach Deutschland. Was für uns gar nicht vorstellbar wäre, war für den Vater bittere Realität. Auf dem LKW hatte jede Person nur 2x2m für sich. Zudem bekam jeder „Fahrgast“ pro Tag nur ein Glas Wasser und ein Stück Brot. Ausnahmen gab es für niemanden. Der Vater holte dann seine Familie vor zehn Tagen nach. Vor der Flucht hatte die Familie einen gehobenen Lebensstandart in Syrien. Er hat Mathematik und Physik studiert, während seine Frau am Gymnasium unterrichtete. Jedoch wird diese Berufsausbildung in Deutschland nicht anerkannt. Nun sind sie in Deutschland und wollen in Frieden leben und sich integrieren. Die Mutter spricht fließend Englisch und möchte so schnell es geht einen Deutschkurs besuchen. Auch die beiden ältesten Kinder besuchen hier das Gymnasium in Lohne, müssen jedoch aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse zwei Klassenstufen tiefer beginnen.
Unsere Erkenntnis des Tages ist, dass Inklusion viele Facetten hat und sich nicht nur auf Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung reduzieren lässt. Inklusion ist mehr, es betrifft Menschen, die aufgrund von vielen Barrieren (Sprache, Herkunft/ Kultur, Alter etc.) aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden können bzw. erschwert teilhaben können. Inklusion betrifft uns alle, nicht nur den Einzelnen!
(von: Steffen Ossenbeck und Sarah Ortmann)

Auch heute sind alle Workshops wieder motiviert in die Arbeitsphase gestartet. Einige Projektgruppen besuchten zudem unterschiedliche Institutionen und erhielten einen praxisnahen Einblick in die inklusive Arbeit.

So hat die Gruppe „Kulturelle Ausdrucksformen“ unter der Leitung von Herrn und Frau Schuhmacher Interviews mit diversen kulinarisch unterschiedlichen Supermärkten, unterschiedlich kulturell geprägten Geschäften und dem Jugendzentrum Gulfhaus durchgeführt. Hierdurch konnten sie realistische, erfahrungsgeprägte Grundlagen zu den verschiedenen Kulturen in unserer Kultur sammeln und mit diesen Informationen ein Buch gestalten.

Der Workshop „Dialog Christentum/Islam“ unter der Leitung von Frau Kuper und Schwester Ethel Maria hat heute eine Führung in der Moschee an der Rombergstraße erhalten. So konnten sie grundlegende Elemente des Islam kennenlernen und sich über Gemeinsamkeiten und Vorurteile der beiden Religionen austauschen.

„Frauen in der Kirche“, lautet das Thema der Gruppe unter der Leitung von Frau Breitenstein und Frau Range. Heute war die Referentin Mechtild Pille von der KFD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland) zu Besuch und stellte die Verbandsarbeit vor. Der Slogan der KFD lautet: „Frauen. Macht. Zukunft“. Die christliche Gemeinschaft fordert das Engagement von Frauen in der Kirche sowie in der Gesellschaft und engagiert sich für Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Zum Schluss wurde eine Diskussionsrunde rund um das Thema „Gehälter von Mann und Frau“ durchgeführt.

Der Workshop rund um Frau Stolle, Frau Grüner und Frau Lorentz „Fremdsein – Anderssein – Mobbing“ (Theater/Musik/Bewegung) traf sich heute zunächst zu einem gemeinsamen Warmup und klärte organisatorische Dinge. Anschließend hat sich die Gruppe wieder in ihre drei Arbeitsgruppen begeben (Musik, Bewegung, Theater). Es wurde der zweite Teil des Inklusionssongs mit viel Freude geprobt und die ersten Ergebnisse präsentiert.

Mit dem Gefühl des Fremdseins aus unterschiedlichen Perspektiven setzen sich in dieser Woche die SchülerInnen rund um Herrn Kalkhoff, Herrn Runneboom und Frau Raabe (Universität Vechta) in dem Workshop „Interkulturelles Training“ auseinander. Heute haben sie sich mit der non-verbalen Kommunikation und mit der Bedeutung von Körpersprache beschäftigt.

„Sprache sehen, Stimme zeigen“ lautet das Motto in dem Workshop von Frau Berendes und Frau Grüß. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit der deutschen Gebärdensprache im Rahmen von Inklusion und haben heute einen kleines Handbuch/Wörterbuch erstellt. Außerdem sammelten sie konkrete Erfahrungen als Gehörloser in der Umwelt und dokumentierten diese in einem Film.

Die Schüler und Schülerinnen von Frau Veltmann, Frau Eilers, Herr Köpke und Frau Michalik führten in ihrem Workshop zu „Inklusiven Wohnformen/ Wohnmodellen“ heute Interviews in verschieden Einrichtungen durch. Beispielsweise im Andreaswerk „Fachbereich Wohnen“ oder im Flüchtlingsheim. Die gesammelten Informationen und Ergebnisse wurden schriftlich festhalten.

Musikinstrumente zum Selbermachen ist das Thema bei dem „Generationsübergreifenden Werken“ mit Herrn kleine Bornhorst und Herrn Reckemeyer. Heute gab es verschiedene Arbeitsgruppen in denen die Schüler beispielsweise eine Zwillenrassel im Kindergarten oder Kastanietten in Zusammenarbeit mit zwei Senioren gebastelt haben.
(von: Eva Feldhaus, Maike Vinke, Anna-Lena Köneke, Lisa Hannöver, Denise Niemann, Katharina Goda, Sarah Unland und Louisa Heese)


Tag 2: Die Gruppenarbeitsphase startet

Berichte aus verschiedenen Workshops
Heute sind alle Gruppen motiviert in die Arbeitsphase gestartet und sind gespannt auf die Eindrücke, die die unterschiedlichen Workshops ihnen bringen werden. Alle SchülerInnen haben sich im Voraus Workshops gewählt, die von den Lehrkräften zu unterschiedlichen Themen vorbereitet wurden. Hier werden aufbauend auf die Vorträge vom Vortag, Ansätze erarbeitet, um das Verständnis von „Inklusion“ den SchülerInnen näher zu bringen.

Der Workshop „Sprache sehen, Stimme zeigen“ unter der Leitung von Frau Berendes, Frau Grüß und Frau Böckmann, haben sich heute zunächst mit der Ideenfindung befasst. Sie haben versucht Gebärden zu verstehen und auszuführen, sowie das Hineinversetzen in die Lage eines Gehörlosen erspürt. Die Darstellung eines Liedes in Gebärdensprache ist nun ihre Motivation.

Die Gruppe „Inklusion und Sport“ unter der Leitung von Frau Borchers und Frau Gronotte setzt sich mit verschiedene Sportarten für Menschen mit Behinderung auseinander, die zur Sensibilisierung der Sinne dienen. In den nächsten Tagen arbeitet diese Gruppe mit Rollstuhlfahrern in der Turnhalle der Liebfrauenschule Vechta.

Frau Veltmann, Frau Eilers, Herr Köpke und Frau Michalik setzen sich in ihrer Gruppe mit „Inklusiven Wohnformen/ Wohnmodellen“ auseinander. Sie sind in die unterschiedlichen Fragestellungen und Wohnprofile eingestiegen. Zudem haben sie Ansprechpartner gefunden, über die sie Besichtigungstermine in unterschiedlichen Wohnformen vereinbaren konnten.

Mit der sprachlichen Situation der Asylbewerber und Flüchtlinge in Bildungseinrichtungen beschäftigen sich Frau Suelmann und Frau Hartogh in ihrem Workshop „Sprache/Kommunikation in einer (vorerst) unbekannten Sprache“. Für die zukünftigen Tage haben sie Interviewfragen für Schulen, Kindergärten und die Universität Vechta erstellt.

„Fremdsein – Anderssein – Mobbing“ ist das Thema der Gruppe von Frau Stolle, Frau Grüner und Frau Lorentz. Dieser Workshop unterteilt sich in die Untergruppen „Theater, Musik und Bewegung“.
Alle zusammen erarbeiten ein Lied, um dieses am Ende der Woche gemeinsam aufzuführen.

Schwester Ethel Maria und Frau Kuper beschäftigen sich in ihrem Workshop mit dem „Dialog zwischen dem Christentum und dem Islam“. Heute hat sich die Gruppe den Islam anhand eines Filmes und eines Mittelbildes näher angeschaut.

Frau Breitenstein und Frau Range beschäftigen sich mit dem Thema „Frauen in der Kirche“ und dem weiblichen Blick auf diese Institution“.
(von: Lisa Hannöver, Anna-Lena Köneke, Denise Niemann, Maike Vinke, Eva Feldhaus)

Der Workshop „Generationsübergreifendes Werken“ beschäftigte sich am heutigen Tag damit, Musikinstrumente aus Alltagsmaterialien herzustellen. Dafür besorgten sie z. B. alte Chips-Dosen, Pappteller etc. und bastelten daraus Regenmacher, Rasseln, Trommeln usw. Danach gingen einige Schüler und Schülerinnen in die benachbarten Einrichtungen wie das Alten- und Pflegeheim St. Hedwig und in den Kindergarten St. Elisabeth und führten mit den Kindern und Senioren Bastel- und Musizierangebote durch, die von den Teilnehmern sehr gut angenommen wurden. Auf diesem Wege möchten wir uns hier noch einmal für die gute Kooperation und die Bereitschaft der Einrichtungen bedanken.

Der Workshop „Jeder Mensch ist ein Kronenträger“, der sich mit der Erzählkunst von Märchen beschäftigt, hatte heute Besuch von Alexander Rolfes von der Akademie Stapelfeld, der mit den Teilnehmern Stimm- und Atemübungen durchführte. Außerdem arbeitete die Gruppe an ihrer Haltung und spielten kleine Theaterstücke und probierten neue Techniken aus, um ihr Lampenfieber abzubauen.

Der Workshop „Inklusive Beschulung“ beschäftigt sich mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten inklusiv arbeitender Schulen. Heute hat die Gruppe nach einer Kennlernrunde und einer kurzen Blitzlichtrunde den Film „Berg Fidel“ geschaut. Anschließend wurde dieser besprochen und analysiert. Morgen wird es dann praxisnah, es geht in verschiedene Einrichtungen.
(von: Katharina Goda, Louisa Heese, Sarah Unland)


Montag, 26. September 2016:

Der Auftakt der fünftägigen Inklusionswoche begann mit zwei Vorträgen für alle SchülerInnen an der Universität Vechta, die sowohl einen theoretischen Einstieg ins Thema ermöglichten, als auch einen praktischen Bezug zu den geplanten Workshops herstellten. Als Referenten konnten Prof. Dr. Christine Meyer (Universität Vechta) und Prof. Dr. Timm Albers (Universität Paderborn) begrüßt werden. 

In dem Vortrag von Prof. Dr. Christine Meyer der Universität Vechta lag der Schwerpunkt insbesondere auf ihrer persönlichen Forderung, Vielfalt als „Normalität“ zu betrachten. Vielfalt sollte in all ihren Facetten sichtbar werden. Anhand von zahlreichen Beispielen aus ihrem direkten Umfeld konnte ihre Einstellung zu dem Thema dargestellt werden und lieferte bei Schülern und Lehrern einen ordentlichen Diskussionsbedarf.
Prof. Dr. Timm Albers, der zu diesem Anlass, trotz „Männergrippe“, extra aus Paderborn angereist ist, stellte hingegen den Begriff der „Inklusion“ in den Vordergrund. Unter dem Slogan „Mittendrin, statt nur dabei!“, klärte er seine Zuhörer über die Bedeutung der Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen in der Gesellschaft auf. Inklusion betreffe das gesamte Leben und solle somit von Anfang an gelebt werden.
Beide Vorträge boten einen guten Einstieg in die Thematik der kommenden Aktionswoche. Auf charmante Art und Weise wurde das Fachwissen an Schüler und Lehrer gleichermaßen herangetragen.
Für alle war der heutige Tag eine Motivation in Bezug auf das eigenständige Erfahren von Inklusion in den einzelnen Workshops.

 


Informationen zur Anmeldung

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